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Abendfeuer(Sonett)
in Philosophisches und Grübeleien 30.10.2012 11:18von Kokoschanell (gelöscht)
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Abendfeuer ( Sonett)
Es lodern flackernd hell, die Feuer, die dich treiben.
Die süße Jugend springt, webt sich der Tag zur Nacht.
Sie möcht’ die ganze Welt und alles einverleiben,
gefüllt mir satter Kraft - voran mit aller Macht.
An manchem spitzem Stein wird sich die Flamme reiben,
gelegt im engen Kreis, von anderen gemacht.
Noch zündet sie den Scheid vor fahles Mondes Scheiben,
die knisternd rote Glut, die übers Feuer wacht.
Doch wenn die Sterne stehn wie kaltes, weißes Glas,
dann misst die Flamme sich mit einem andren Maß.
Die Asche liegt ergraut, doch Feuer möchte steigen
in unbekanntes Hoch, wo weise Mächte walten.
So brennt es ohne Arg, dass etwas blieb erhalten
von seiner Seele Gut, wenn sich die Himmel neigen.
RE: Abendfeuer(Sonett)
in Philosophisches und Grübeleien 30.10.2012 14:50von otto •
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Hier wird die Warnung einer Erfahrenen und Leidgeprüften ein Lehrstück in Sonettform für einen "Sproß". Bezug genommen wird auf die Wechselfälle des Lebens, gegen die die Naivität sich behaupten muß. Denn die Jugend ist zunächst unerfahren und leicht verführbar. Das Bedürfnis nach immerwährender großer Liebe sollte einschließen, dass auch in nicht so glücklichen Zeiten ein Liebender sich nicht am anderen aufgeben sollte, wenn es nicht so glücklich läuft. D.h. auch, dass niemand zu vermessen fordern , Übersicht behalten sollte, wenn etwas " aus dem Ruder" läuft.
Ein typisches Kokosonett, in dem sich die Fürsorge der Protagonistin aus eigener Erfahrung an einen jungen Menschen wendet. Also ein wenig mehr auf die Altvorderen hören!
Ja, die " süße Jugend" springt wie die Funken, sucht ihren Weg.
" hehre" liest sich mir etwas altbacken.
Ansonsten flüssig zu lesen, die Botschaft kommt an.
Liebe Grüße,
otto.
RE: Abendfeuer(Sonett)
in Philosophisches und Grübeleien 30.10.2012 14:56von otto •
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Zitat von otto im Beitrag #2[quote="otto"|p33595769]Hier wird die Warnung einer Erfahrenen und Leidgeprüften ein Lehrstück in Sonettform für einen "Sproß". Bezug genommen wird auf die Wechselfälle des Lebens, gegen die die Naivität sich behaupten muß. Denn die Jugend ist zunächst unerfahren und leicht verführbar. Das Bedürfnis nach immerwährender großer Liebe sollte einschließen, dass auch in nicht so glücklichen Zeiten ein Liebender sich nicht am anderen aufgeben sollte, wenn es nicht so glücklich läuft. D.h. auch, dass niemand zu vermessen fordern , Übersicht behalten sollte, wenn etwas " aus dem Ruder" läuft.
Hier wird die Warnung einer Erfahrenen und Leidgeprüften ein Lehrstück in Sonettform für einen "Sproß". Bezug genommen wird auf die Wechselfälle des Lebens, gegen die die Naivität sich behaupten muß. Denn die Jugend ist zunächst unerfahren und leicht verführbar. Das Bedürfnis nach immerwährender großer Liebe sollte einschließen, dass auch in nicht so glücklichen Zeiten ein Liebender sich nicht am anderen aufgeben sollte, wenn es nicht so glücklich läuft. D.h. auch, dass niemand zu vermessen fordern , Übersicht behalten sollte, wenn etwas " aus dem Ruder" läuft.
Ein typisches Kokosonett, in dem sich die Fürsorge der Protagonistin aus eigener Erfahrung an einen jungen Menschen wendet. Also ein wenig mehr auf die Altvorderen hören!
Ja, die " süße Jugend" springt wie die Funken, sucht ihren Weg.
" hehre" liest sich mir etwas altbacken.
Ansonsten flüssig zu lesen, die Botschaft kommt an.
Liebe Grüße,
otto.
Ein typisches Kokosonett, in dem sich die Fürsorge der Protagonistin aus eigener Erfahrung an einen jungen Menschen wendet. Also ein wenig mehr auf die Altvorderen hören!
Ja, die " süße Jugend" springt wie die Funken, sucht ihren Weg.
" hehre" liest sich mir etwas altbacken.
Ansonsten flüssig zu lesen, alllerdings keine Gebrauchsanweisung für otto ( bin ja 75Jahre alt).
Gruß; ja schön war die Jugendzeit...
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RE: Abendfeuer(Sonett)
in Philosophisches und Grübeleien 30.10.2012 18:34von Kokoschanell (gelöscht)
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ich danke dir für deinen kommentar, lieber otto, dies war der gescheiterte versuch, ein alexandrinersonett zu schreiben.
jedenfalls denke ich das, oder mag es eines sein?
die blickrichtung geht in der tat von einem älteren erfahrenen menschen aus. dieser mensch blickt zurück und nach vorn, philosphierend.
ich weiß, dass du das wort hehre nicht magst. manchmal mag ich antiquierte wörter.
mal sehen, ob noch jemand etwas dazu zu sagen hat. dem fällt vielleicht eine variante zu hehre ein.
dir als treuem kommentator mein dank.
lg von koko
RE: Abendfeuer(Sonett)
in Philosophisches und Grübeleien 31.10.2012 08:08von otto •
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Hm.
Die Zeile " in unbekanntes Hoch, wo hehre Mächte walten...", vielleicht "hehre" mir " weise" ersetzen? " Weise" impliziert
ja "erfahren", schließt für mich " hehre" ein, wäre also umfassender. Aber es steht ja in Deinem Belieben. Wenns Dir halt so passt, dann passt es. Punkt.
Liebe Grüße an die koko,
otto.
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