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Ich hab an kalten Wintertagen
Kakao gekocht, der meine Hände wärmte
und meine Seele auch.
Mein Blick haftete an Eiskristallen,
die schön und klar das Fenster zierten,
doch meinen Seelenspiegel trübten.
So gefror der Kakao in meinem Mund,
er brannte sich tief ein -
und ich erwachte.
(das kommt dabei raus, wenn man sich trotz Kreativblockade dazu zwingt,etwas zu schreiben. Daran muss gearbeitet werden, besonders die letzte Strophe hats nötig
Aber mir fehlen die Ideen. Hilfe!!!)
Kakao gekocht, der meine Hände wärmte
und meine Seele auch.
Mein Blick haftete an Eiskristallen,
die schön und klar das Fenster zierten,
doch meinen Seelenspiegel trübten.
So gefror der Kakao in meinem Mund,
er brannte sich tief ein -
und ich erwachte.
(das kommt dabei raus, wenn man sich trotz Kreativblockade dazu zwingt,etwas zu schreiben. Daran muss gearbeitet werden, besonders die letzte Strophe hats nötig

Etwas Warmes braucht der Mensch!
Hi Stigma
Obwohl ich mit dem Titel - er erinnert mich an die Sachen, die in meiner Tiefkühltruhe vor sich hin frieren (Toppits *g) - nicht sehr viel anfangen kann, projizieren die zwei ersten Strophen doch ein Bild vor meinem inneren Auge. Jedoch - wie Du selbst anmerkst - ist die abschliessende Strophe nicht gelungen. Ich würde den Kakao nicht noch ein zweites Mal verwenden und ihn durch eine Metapher ersetzen. Denn schliesslich gefriert ja nicht derselbige im Mund, sondern die Hoffnung?/Erinnerung?/Wünsche?/Erwartungen?.
Gruss
Margot

Hi Stigma
Obwohl ich mit dem Titel - er erinnert mich an die Sachen, die in meiner Tiefkühltruhe vor sich hin frieren (Toppits *g) - nicht sehr viel anfangen kann, projizieren die zwei ersten Strophen doch ein Bild vor meinem inneren Auge. Jedoch - wie Du selbst anmerkst - ist die abschliessende Strophe nicht gelungen. Ich würde den Kakao nicht noch ein zweites Mal verwenden und ihn durch eine Metapher ersetzen. Denn schliesslich gefriert ja nicht derselbige im Mund, sondern die Hoffnung?/Erinnerung?/Wünsche?/Erwartungen?.
Gruss
Margot
Hi Stigma,
im letzten Abschnitt erwartet man eine Auflösung bzw. einen Gedankenanstoß - und das von Dir angebotene überzeugt da wirklich nicht. Auch wenn mich der Kakao dort ebenfalls nicht gefällt, würde ich das Kind dennoch nicht so beim Namen nennen, wie es Margots Vorschläge nahelegen. Abgesehen davon, dass die Hoffnung, Wünsche und Co die Gefahr bergen, doch sehr abgedroschen daherzukommen (zumindest wenn man sie so explizit benennt), würde es den Interpretationsspielraum doch auch sehr einengen. Vielleicht ersetzt man den Kakao einfach durch "Wärme", den sich dadurch in diesem Abschnitt ergebende Widerspruch fände ich durchaus reizvoll:
"So gefror die Wärme in meinem Mund
und brannte sich tief ein -
ich erwachte."
Naja, nur als Gedankenanstoß (freie Lyrik ist halt nicht mein Ding
).
Im 2. Abschnitt stört mich irgendwie in Z. 3 das "doch". Vielleicht könnte man das kicken und durch ein "und" ersetzen. Zum einen hättest Du damit einen ähnlichen Aufbau wie im ersten Abschnitt, zum anderen wäre quasi der ganze Abschnitt dem ersten gegenübergestellt und nicht nur die letzte Zeile.
Insgesamt sagt mir der Ansatz der ersten beiden Abschnitte durchaus zu.
Grüße,
Don
im letzten Abschnitt erwartet man eine Auflösung bzw. einen Gedankenanstoß - und das von Dir angebotene überzeugt da wirklich nicht. Auch wenn mich der Kakao dort ebenfalls nicht gefällt, würde ich das Kind dennoch nicht so beim Namen nennen, wie es Margots Vorschläge nahelegen. Abgesehen davon, dass die Hoffnung, Wünsche und Co die Gefahr bergen, doch sehr abgedroschen daherzukommen (zumindest wenn man sie so explizit benennt), würde es den Interpretationsspielraum doch auch sehr einengen. Vielleicht ersetzt man den Kakao einfach durch "Wärme", den sich dadurch in diesem Abschnitt ergebende Widerspruch fände ich durchaus reizvoll:
"So gefror die Wärme in meinem Mund
und brannte sich tief ein -
ich erwachte."
Naja, nur als Gedankenanstoß (freie Lyrik ist halt nicht mein Ding

Im 2. Abschnitt stört mich irgendwie in Z. 3 das "doch". Vielleicht könnte man das kicken und durch ein "und" ersetzen. Zum einen hättest Du damit einen ähnlichen Aufbau wie im ersten Abschnitt, zum anderen wäre quasi der ganze Abschnitt dem ersten gegenübergestellt und nicht nur die letzte Zeile.
Insgesamt sagt mir der Ansatz der ersten beiden Abschnitte durchaus zu.
Grüße,
Don


Danke für euer feedback 
Hab mir tausende Gedanken gemacht, und noch ein bisschen am Gedicht rumgebastelt und dies ist dabei rausgekommen:
Eisbrand
Ich hab an kalten Wintertagen
Kakao gekocht, der meine Hände wärmte
und meine Seele auch.
Mein Blick haftete an Eiskristallen,
die schön das Fenster zierten,
doch dieses trübe machten.
So gefror die Wärme in meinem Mund,
verbrannte mich
dass ich erwachte.
In einem anderen Forum wurde übrigens bemängelt, dass ich die Zeiten wechsel, also von Perfekt in S1 zu Imperfekt in S2und 3. Wie seht ihr das?
Liebe Grüße,
Stigma

Hab mir tausende Gedanken gemacht, und noch ein bisschen am Gedicht rumgebastelt und dies ist dabei rausgekommen:
Eisbrand
Ich hab an kalten Wintertagen
Kakao gekocht, der meine Hände wärmte
und meine Seele auch.
Mein Blick haftete an Eiskristallen,
die schön das Fenster zierten,
doch dieses trübe machten.
So gefror die Wärme in meinem Mund,
verbrannte mich
dass ich erwachte.
In einem anderen Forum wurde übrigens bemängelt, dass ich die Zeiten wechsel, also von Perfekt in S1 zu Imperfekt in S2und 3. Wie seht ihr das?
Liebe Grüße,
Stigma
Gefrierbrand
An kalten Wintertagen kochte ich Kakao. Er wärmte meine Hände und meine Seele auch.
Meine Blicke haften an Eiskristallen, die meine Augen zieren aber mir die Sicht verwehren.
Wärme gefriert in meinem Mund und in meinen Händen.
Verbrennt mich und ich erwache.
So les ich das. Du liest hier mehr prosaisches als lyrisches und schreist vielleicht Kakao. Aber, dass was Du als Gedicht verkleidet hast, erschien mir nicht so schützenswert und ausgereift, dass ich es mir nicht zurechtbiegen durfte. Wie Du siehst, mag ich es pathetisch und neige zu morbiden Kitsch.
Ich mag halt diese düsteren Winterimpressionen – dampfender Kakao, mandelbrotsche Eiskristalle an den Butzenscheiben und Einsamkeit. Da fehlt nur der heimelige Herd und dann das Hämmern an der Tür, weil wieder jemand Unfug mit der Affenpfote trieb.
Aber mir sind das nur Spielereien mit starken Bildern, die wir nicht aufgeladen haben, sondern Bilder, die es aus dem Ottokatalog der gehobenen und der einfacheren Literatur frei Haus gibt. Erfrischenderweise, um mal wieder mehr in die Mango Zone zu kommen, hast Du geschrieben, dass dies ein Text ist, der entstanden ist, weil Du Lust gehabt hast, etwas zu schreiben, aber nicht so recht ein Thema fandest. Zwar glaube ich, dass nur äußerst selten einem weißen Blatt auf Zwang was abgepresst werden kann, aber ich konnte den von Dir ausgewählten und schön schlicht beschriebenen Bildern etwas abgewinnen. Was mir fehlte – und Dir vielleicht auch – war das Ziel. Denn Deine letzte Strophe zerfasert mir – auch in der überarbeiteten Version - zu sehr zu Brei.
An kalten Wintertagen kochte ich Kakao. Er wärmte meine Hände und meine Seele auch.
Meine Blicke haften an Eiskristallen, die meine Augen zieren aber mir die Sicht verwehren.
Wärme gefriert in meinem Mund und in meinen Händen.
Verbrennt mich und ich erwache.
So les ich das. Du liest hier mehr prosaisches als lyrisches und schreist vielleicht Kakao. Aber, dass was Du als Gedicht verkleidet hast, erschien mir nicht so schützenswert und ausgereift, dass ich es mir nicht zurechtbiegen durfte. Wie Du siehst, mag ich es pathetisch und neige zu morbiden Kitsch.
Ich mag halt diese düsteren Winterimpressionen – dampfender Kakao, mandelbrotsche Eiskristalle an den Butzenscheiben und Einsamkeit. Da fehlt nur der heimelige Herd und dann das Hämmern an der Tür, weil wieder jemand Unfug mit der Affenpfote trieb.
Aber mir sind das nur Spielereien mit starken Bildern, die wir nicht aufgeladen haben, sondern Bilder, die es aus dem Ottokatalog der gehobenen und der einfacheren Literatur frei Haus gibt. Erfrischenderweise, um mal wieder mehr in die Mango Zone zu kommen, hast Du geschrieben, dass dies ein Text ist, der entstanden ist, weil Du Lust gehabt hast, etwas zu schreiben, aber nicht so recht ein Thema fandest. Zwar glaube ich, dass nur äußerst selten einem weißen Blatt auf Zwang was abgepresst werden kann, aber ich konnte den von Dir ausgewählten und schön schlicht beschriebenen Bildern etwas abgewinnen. Was mir fehlte – und Dir vielleicht auch – war das Ziel. Denn Deine letzte Strophe zerfasert mir – auch in der überarbeiteten Version - zu sehr zu Brei.
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