Als Gott den Schweizer hatte erschafft
und ob dem Kunstwerk zwar erschlafft,
schloss Er ihn doch bald ins Herz,
denn Er mochte seinen Scherz.
Der Schweizer, nett, artig und bescheiden
sollte an keinerlei Mangel leiden
damit er sein Talent enthülle
Er ihm jeden Wunsch erfülle.
Und der Schweizer
war kein Geizer;
im Empfangen
eh unbefangen
- und sprach:
“Mächtige Berge gen Himmel gereckt,
Dir zu Ehren mit Schnee bedeckt,
die in Deinem Lichte ewig gleissen
sollen Eiger, Mönch und Jungfrau heissen.
“An den Hängen prächtige Bäume
und dazwischen Zwischenräume
mit satten Wiesen, grünen Auen
wo glückliche Kühe Kräutlein kauen,
an kristallklar gurgelnden Bächlein tränken
um mir der Welt beste Milch zu schenken.”
Als der bescheidene Wunsch erfüllt war
bot er Gott ein Glas Frischmilch dar.
Der trank dankbar, schmatzte mächtig,
frisch erlabt sprach Er dann: “Prächtig!
Also Sohn, willst du sonst noch was?”
“Ja, als Lohn zwei Franken für’s Glas.”