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#1
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Ruheloses Erwachen
in Natur 31.12.2008 12:08von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Ruheloses Erwachen
Weiße Schwaden decken daunenschwer
das aufgebrauchte Jahr.
In den Ästen hängt noch meine Nacht,
verdunstet unverträumt im ersten Schimmer.
Ausgestreckt im kalten Gras
liegt Frieden,
reibt seine Wangen an rauen Rinden
schlafender Bäume,
dehnt sich träge zu den leeren Nestern
und atmet Ruhe in den Tag.
.
Hallo Simone,
ich kann es nicht begründen, aber die erste Strophe
mag ich nicht so gerne. Die Strophen 2 + 3 gefallen
mir sehr gut. Sie vermitteln Stille und Gemütlichkeit.
Folgendes fiel mir auf:
S1 "In den"
S2 "an den"
S3 "in den" 2 x
S 2 "sich"
S 3 "sich"
War das beabsichtigt?
-----------------------------------
Was man evtl. weglassen könnte?
S 2 Z 1
"Wenn sich die Nebel lichten,"
Wenn sich Nebel lichten
S 2 Z 3
"reibt sich seine Wangen an den rauen Rinden"
reibt seine Wangen an rauen Rinden
S 2 Z 4
"der schlafenden Bäume"
schlafender Bäume
-----------------------------------
Hier einmal meine Version - kürzer und die
erste Strophe nicht berücksichtigend.
Verzeih, aber Dein Text gefällt mir.
ausgestreckt im kalten Gras
liegt Frieden
reibt seine Wangen an rauen Rinden
schlafender Bäume
dehnt sich träge
zu leeren Nestern und atmet Ruhe
in den Tag
Liebe Grüße
Katerchen
.
Hallo Simone,
ich kann es nicht begründen, aber die erste Strophe
mag ich nicht so gerne. Die Strophen 2 + 3 gefallen
mir sehr gut. Sie vermitteln Stille und Gemütlichkeit.
Folgendes fiel mir auf:
S1 "In den"
S2 "an den"
S3 "in den" 2 x
S 2 "sich"
S 3 "sich"
War das beabsichtigt?
-----------------------------------
Was man evtl. weglassen könnte?
S 2 Z 1
"Wenn sich die Nebel lichten,"
Wenn sich Nebel lichten
S 2 Z 3
"reibt sich seine Wangen an den rauen Rinden"
reibt seine Wangen an rauen Rinden
S 2 Z 4
"der schlafenden Bäume"
schlafender Bäume
-----------------------------------
Hier einmal meine Version - kürzer und die
erste Strophe nicht berücksichtigend.
Verzeih, aber Dein Text gefällt mir.
ausgestreckt im kalten Gras
liegt Frieden
reibt seine Wangen an rauen Rinden
schlafender Bäume
dehnt sich träge
zu leeren Nestern und atmet Ruhe
in den Tag
Liebe Grüße
Katerchen
.
#3
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Ruheloses Erwachen
in Natur 01.01.2009 19:23von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Hi Katerchen
nein, die Wiederholungen waren keine Absicht. ich hab deine Anmerkungen einbezogen bzw übernommen und es geändert.
Besten Dank und lieben Gruß zurück
Simone
alt
Weiße Schwaden decken daunenschwer
das aufgebrauchte Jahr.
In den Ästen hängt noch meine Nacht,
verdunstet unverträumt im ersten Schimmer.
Wenn sich die Nebel lichten,
liegt Frieden ausgestreckt im kalten Gras,
reibt sich seine Wangen an den rauen Rinden
der schlafenden Bäume,
blinzelt in den Morgenhimmel,
dehnt sich träge zu den leeren Nestern
und atmet Ruhe in den Tag.
nein, die Wiederholungen waren keine Absicht. ich hab deine Anmerkungen einbezogen bzw übernommen und es geändert.
Besten Dank und lieben Gruß zurück
Simone
alt
Weiße Schwaden decken daunenschwer
das aufgebrauchte Jahr.
In den Ästen hängt noch meine Nacht,
verdunstet unverträumt im ersten Schimmer.
Wenn sich die Nebel lichten,
liegt Frieden ausgestreckt im kalten Gras,
reibt sich seine Wangen an den rauen Rinden
der schlafenden Bäume,
blinzelt in den Morgenhimmel,
dehnt sich träge zu den leeren Nestern
und atmet Ruhe in den Tag.
Hallo Simone,
schön, dass du Katerchens Hinweise eingearbeitet hast, dadurch hat der Text sichtlich gewonnen.
Was mir noch nicht gefällt ist die Wendung:
"Weiße Schwaden decken daunenschwer" weil die zu Gunsten einer Aliteration eingesparte Vorsilbe "be" bei decken eine unpassende Sinnveränderung hervorruft.
Auffällig ist auch die Gegensätzlichkeit von "daunenschwer", die zwar lyrisch reizvoll sein mag, letztlich aber in diesem Kontext keinen Sinn ergibt.
Auch der Ausdruck "unverträumt" liest sich etwas ungelenk. Ich denke mal, du wolltest damit "traumlos" umschreiben.
Ansonsten ein brauchbares Gedicht, das jahreszeitliches Vergehen mit innerem Spüren vergleicht.
LG
Perry
schön, dass du Katerchens Hinweise eingearbeitet hast, dadurch hat der Text sichtlich gewonnen.
Was mir noch nicht gefällt ist die Wendung:
"Weiße Schwaden decken daunenschwer" weil die zu Gunsten einer Aliteration eingesparte Vorsilbe "be" bei decken eine unpassende Sinnveränderung hervorruft.
Auffällig ist auch die Gegensätzlichkeit von "daunenschwer", die zwar lyrisch reizvoll sein mag, letztlich aber in diesem Kontext keinen Sinn ergibt.
Auch der Ausdruck "unverträumt" liest sich etwas ungelenk. Ich denke mal, du wolltest damit "traumlos" umschreiben.
Ansonsten ein brauchbares Gedicht, das jahreszeitliches Vergehen mit innerem Spüren vergleicht.
LG
Perry
#5
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Ruheloses Erwachen
in Natur 21.02.2009 19:59von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Hi perry
ich denke nicht, dass decken -> http://de.wiktionary.org/wiki/decken hier unpassend ist. ich habe es im Sinne von be-decken aber auch von schützen verwendet und finde, das passt schon so.
ich weiß ehrlich gesagt nicht, was an daunenschwer gegensätzlich sein soll? hast du schon mal unter einer Daunendecke geschlafen?
gut, unverträumt ist sicher gewöhnungsbedürftig. traumlos meinte ich damit aber nicht. eher als Gegenteil zu verträumt und dann fand ich das Wort einfach nett
thx für das "brauchbare Gedicht" *g und Gruß
Simone
ich denke nicht, dass decken -> http://de.wiktionary.org/wiki/decken hier unpassend ist. ich habe es im Sinne von be-decken aber auch von schützen verwendet und finde, das passt schon so.
ich weiß ehrlich gesagt nicht, was an daunenschwer gegensätzlich sein soll? hast du schon mal unter einer Daunendecke geschlafen?
gut, unverträumt ist sicher gewöhnungsbedürftig. traumlos meinte ich damit aber nicht. eher als Gegenteil zu verträumt und dann fand ich das Wort einfach nett
thx für das "brauchbare Gedicht" *g und Gruß
Simone
#6
von Alcedo • Mitglied | 2.708 Beiträge | 2838 Punkte
Ruheloses Erwachen
in Natur 22.02.2009 10:29von Alcedo • Mitglied | 2.708 Beiträge | 2838 Punkte
Zitat: |
Simone schrieb am 31.12.2008 12:08 Uhr: Ruheloses Erwachen Weiße Schwaden decken daunenschwer das aufgebrauchte Jahr. In den Ästen hängt noch meine Nacht, verdunstet unverträumt im ersten Schimmer. Ausgestreckt im kalten Gras liegt Frieden, reibt seine Wangen an rauen Rinden schlafender Bäume, dehnt sich träge zu den leeren Nestern und atmet Ruhe in den Tag. |
schön. gute Textfinissage. gefällt mir. vor allem wegen der Personifikation des Friedens. für mich räkelt er sich hier weiblich im Gras. nicht unbedingt erotisch, aber doch sinnlich vital. "decken" störte mich überhaupt nicht.
hallo Simone
mir drängte sich beim lesen das "ersten" aus der vierten Zeile zwischen "meine" und "Nacht". und will partout nicht unten bleiben wie von dir vorgeschrieben. das möchte ich dir nicht vorenthalten, also in etwa so:
In den Ästen hängt noch meine erste Nacht,
verdunstet unverträumt im Morgenschimmer.
(so bleibt vielleicht auch der Morgen noch drinnen)
wenn du aber nichts in diese Richtung intendiert hast, betrachte es bitte als Marginalie.
aber das Adjektiv in der Überschrift halte ich für überflüssig. es störte mich sogar. ein simples "Erwachen" wäre für mich passender, würde dann doch nichts mehr "ruhelos" dem stimmungsvollen, in sich ruhenden Frieden zuwiderlaufen.
ich glaube das "ruhelos" widerspricht dieser meditativen Kontemplation. ich würde es streichen.
Gruß
Alcedo
#7
von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Ruheloses Erwachen
in Natur 22.02.2009 18:16von Simone • Mitglied | 1.674 Beiträge | 1674 Punkte
Hi Alcedo
erotisch war das rekeln auch nicht gedacht. eher so, als wenn man morgens aufwacht und einfach, ganz grundlos, glücklich ist.
die Umstellung kriege ich da beim besten Willen nicht unter. das würde mir auch den Sinn verändern. das Ich ist nicht das Jahr, sondern eher ein menschliches.
auch das Ruhelos in der Überschrift möchte ich nicht rausnehmen. man wacht auf, obwohl man eigentlich gar nicht, im eigentlichen Sinn, geschlafen hat, und findet (innere) Ruhe. ist das verständlich? also für mich schon
sorry, wenn mir so gar nichts deiner Vorschläge zusagt, aber trotzdem Danke!
Gruß
Simone
erotisch war das rekeln auch nicht gedacht. eher so, als wenn man morgens aufwacht und einfach, ganz grundlos, glücklich ist.
die Umstellung kriege ich da beim besten Willen nicht unter. das würde mir auch den Sinn verändern. das Ich ist nicht das Jahr, sondern eher ein menschliches.
auch das Ruhelos in der Überschrift möchte ich nicht rausnehmen. man wacht auf, obwohl man eigentlich gar nicht, im eigentlichen Sinn, geschlafen hat, und findet (innere) Ruhe. ist das verständlich? also für mich schon
sorry, wenn mir so gar nichts deiner Vorschläge zusagt, aber trotzdem Danke!
Gruß
Simone
#8
von Alcedo • Mitglied | 2.708 Beiträge | 2838 Punkte
Ruheloses Erwachen
in Natur 22.02.2009 19:10von Alcedo • Mitglied | 2.708 Beiträge | 2838 Punkte
(du traust dich und schreibst hier während des Wettbewerbs?
das ist ja purste Provokation!)
das mit dem Ruhefinden verstehe ich nicht, du musst es mir aber auch nicht weiter erläutern. ich glaube ich las hier an der Essenz vorbei.
Gruß
Alcedo
das ist ja purste Provokation!)
das mit dem Ruhefinden verstehe ich nicht, du musst es mir aber auch nicht weiter erläutern. ich glaube ich las hier an der Essenz vorbei.
Gruß
Alcedo
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